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Cyberstalking
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Stalking
Stalking beschreibt das einseitige Streben nach Kontakt (englisch:to stalk= anschleichen, anpirschen), was nicht selten in Aggressivität und Gewalt ausufert. Der Begriff Stalking bezeichnet ein komplexes Täterverhalten, das dem des Mobbing teilweise entspricht, jedoch in einem anderen Kontext ausgeübt wird. Es geht hier vor allem um Belästigung, Überwachung, Verfolgung und sonstige Behelligung, die häufig - aber nicht immer - auf dem Begehren des Täters (»Stalkers«) beruht, das Opfer zu einer Beziehung mit ihm zu bewegen oder aber dieses zu schikanieren, weil es sich weigert, dem Ansinnen des Täters zu folgen. Ein Motiv hierfür kann in Rachegelüsten des Täters für vermeintlich erlittene Kränkungen oder Rechtsverletzungen liegen. Stalking muss als das gesehen werden, was es ist: ein höchst perfides Täterverhalten mit kriminellen Elementen. Es kann ein Menschenleben zerstören dadurch, dass das Opfer zu Tode kommt, oder dass es dauerhafte psychische Schäden erleidet. Als Stalkinghandlungen kommen vielfältige Möglichkeiten in Betracht, die sich in vielen Fällen über Jahre hinziehen können, wie z.B. Hierbei kommt das Cyberstalking durch die Verbreitung und Verfügbarkeit der neuen Medien, wie E-Mail und Internet, Community’s, Foren, sowie die vermeintliche Anonymität, immer mehr "in Mode". |
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Cyberstalking, der verdeckte Horror im Internet Wenn wir hier von Stalking reden, handelt es sich um Cyber- oder auch Web-Stalking: Der digitale Psychoterror!
"Cyberstalking ist der verdeckte Horror im Internet", so Parry Aftab, Anwältin und Betreiberin der Website Wiredsafety.org gegenüber der US-amerikanischen Tageszeitung New York Times. "Cyberstalking kann viel einfacher durchgeführt werden als im echten Leben. Im Cyberspace kann ein Stalker sein Opfer belästigen, ohne sein komfortables Wohnzimmer zu verlassen", heißt es auf der Website. Die Belästigung aus der virtuellen Welt nimmt immer mehr zu. Frustrierte Verehrer und besessene Psychopathen verstecken sich im anonymen Web und fühlen sich mächtig. Die Hemmschwelle, jemanden online zu bedrohen, ist vergleichsweise niedrig. Denn der Stalker sieht sich nicht direkt mit seinem Opfer konfrontiert. Das Internet bietet für solche Machenschaften die ideale Plattform, kann man hier doch weitestgehend anonym bei einem großen Publikum Missgunst erzeugen. |
Realitätsverlust Das Verhalten von Stalkern ist von einem massiven Realitätsverlust gekennzeichnet. Sie empfinden weder ihre Wahrnehmung noch ihr Verhalten als problematisch, vielmehr stellt dies in ihren Augen eine gerechtfertigte Reaktion auf die vom Opfer verschuldeten Ursachen dar. Das Opfer ist schuld an einer Kränkung, einer Provokation, wobei meist schon eine Kleinigkeit reicht. Deshalb ist Psychoterror in ihren Augen mehr als berechtigt. Stalker sind leicht kränkbar. Sie wollen Liebe oder Rache, aber auf jeden Fall Aufmerksamkeit und das um jeden Preis, im Guten oder, wenn das nicht möglich ist, im Schlechten. |
Stalker-Typen Die bekannteste Typologie ist die der australischen Psychiater Prof. Paul E. Mullen, Michelle Pathé, Rosemary Purcell und Geoffrey W. Stewart, in der nach den Motiven, der Beziehung zwischen Opfer und Täter sowie der psychiatrischen Diagnose gefragt wurde. Die Forscher fanden fünf unterschiedliche Stalker-Typen: The rejected Stalker (der zurückgewiesen Stalker) The intimacy Stalker (der intimitätssuchend Stalker) The incompetent Suitor (der inkompetente Verehrer) The resentful Stalker (der ärgergetriebene Stalker) The predatory Stalker (der Jagdstalker) Eine andere Typologie der englischen Kriminalpsychologen Dr. Lorraine Sherridan und Dr. Julian Boon, die für die englische Polizei entwickelt wurde, fand u.a. auch noch den Typ des Sadistischen Stalkers. The sadistic Stalker (der sadistische Stalker) |
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Was sind Stalker für Menschen? Stalker sind Menschen mit einem geringen Selbstwertgefühl und häufig leiden sie unter Persönlichkeitsstörungen. Stalker fühlen sich von ihrem Opfer gedemütigt, bewerten dessen Verhalten falsch, sehen sich selbst als Opfer oder wollen über andere Macht ausüben. Expartner versuchen über diesen Weg, ihren Partner zurück zu gewinnen oder zu bestrafen. Manche Stalker sind in das Opfer verliebt und versuchen es auf diesem Weg zu einer Partnerschaft zu bewegen. Andere wollen einfach nur testen, ob sie das Opfer für sich gewinnen können. Es gibt auch Stalker, die ihr Opfer bestrafen wollen, weil sie sich von ihm in irgendeiner Weise ungerecht behandelt fühlen oder sich nur stellvertetend an ihm wegen einer Ungerechtigkeit rächen wollen. Stalker sind nicht zu verwechseln mit Menschen, die vorübergehend unter Liebeskummer leiden und ihren ehemaligen Partner noch eine Weile mit Telefonanrufen, Briefen, SMS oder Mails behelligen. Hierbei handelt es sich vielmehr um ein einseitiges Kontaktstreben. Der eine (Stalker) versucht die Aufmerksamkeit zu bekommen. Er möchte in irgendeiner Form eine Beziehung zu einem anderen Menschen (Opfer) erlangen und die andere Person will dies nicht, kann aber die Kontaktversuche nicht unterbinden. |
Social Phishing und Web 2.0 Der Trend, sich in den verschiedensten Formen öffentlich im Web zu präsentieren, birgt das Risiko, dass diese Daten von Dritten gesammelt und missbraucht werden. Social Phishing, also das "Abfischen" von sozialen Daten, kann schlimmstenfalls zur Grundlage für Cyber-Stalking-Attacken werden. Denkbar wäre, mit den gesammelten Daten eine falsche Identität des Opfers im Internet aufzubauen. So ließe sich aus den bekannten Fakten (Name, Adresse, Alter, Freundeskreis) und den veröffentlichten Bildern beispielsweise eine neue, vermeintlich persönliche Webseite des Opfers einrichten, die diese in ein neues, völlig falsches Licht rückt. Social Phishing muss dabei auch in einem Kontext mit dem bekannten Phänomen des Daten-Phishings betrachtet werden. Beim normalen Phishing werden die Zielpersonen über gefälschte Mails und Webseiten dazu gebracht, ihre Zugangsdaten und Passworte preiszugeben. Hier werden beispielsweise Mails verschickt, die angeblich von der jeweiligen Hausbank (Sparkasse, Volksbank, Dresdner Bank) oder von Internetdiensten (Ebay, Amazon) stammen. Die in solchen Fällen von den Opfern preisgegebenen Daten können unter Umständen als Ergänzung der Daten und Fakten missbraucht werden, die von den Tätern im Rahmen des Social Phishings gesammelt wurden. Sprich: Wer es darauf anlegt, sammelt von seinen Opfern Informationen über dessen private Lebensumstände, seine Bilder, und seine persönlichen Zugangscodes. Mit diesem Fundus an Daten ist dem Cyber-Stalking Tür und Tor geöffnet. |